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Am Vorabend des römisch-katholischen Pfingstfestes (22. Mai) hatte Seine Eminenz Metropolit Erzbischof Serafim Joantă eine Delegation von Renovabis und der Stadtkirche Nürnberg unter Leitung von Stadtdekan Andreas Lurz und Renovabis-Geschäftsführer Markus Ingenlath zum Gebet der Vesper in die Kathedrale der Rumänischen Orthodoxen Metropolie in die Fürtherstr. 166-168 eingeladen. Renovabis wollte an diesem besonderen Ort zum Abschluss der jährlichen Pfingstaktion die ökumenische Verbundenheit mit den orthodoxen Mitchristen zum Ausdruck bringen.

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war wegen der geltenden Hygiene-Bestimmungen sehr beschränkt. Erfreulicherweise waren dennoch eine ganze Reihe von Persönlichkeiten der Einladung des Erzbischofs gefolgt, darunter Vorgänger des Stadtdekans und weitere Pfarrer, Vertreter des Katholikenrats, der Weltkirchereferent des Erzbistums Bamberg Michael Kleiner sowie Spenderinnen und Spender und Mitarbeiter von Renovabis.

Das gemeinsame Vespergebet erhielt für die Gäste eine besondere Bedeutung, weil der Erzbischof sich bemühte, alle von Ihnen an größeren und kleineren Gebetspassagen auf Deutsch zu beteiligen. Mit besonderer Freude beteten die Renovabis-Gäste den Eingangspsalm 103/104 der Vesper, der in allen orthodoxen Vespern täglich gebetet wird und sowohl einen Bezug zum Namen von Renovabis („Du erneuerst das Angesicht der Erde“) als auch zum Leitwort der diesjährigen Pfingstaktion zur Bewahrung der Schöpfung trägt. Rührend waren auch die sowohl im Großen Bittgebet (sog. „Ektenie“) als auch in der „Ektenie der eindringlichen Bitte“ eigens eingefügten Bitten „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Osteuropa-Hilfswerks‚ Renovabis‘“. Der Chor des an die Kathedrale angeschlossenen Klosters trug die auf Rumänisch gesungenen Gebetspassagen vor. Ihre Melodie mischte sich mit dem Weihrauch im Halbdunkel der von vielen Heiligenfiguren ausgeschmückten Wände der Kathedrale zu einer feierlichen Gebetsatmosphäre, die zum Beispiel im „Nunc dimittis“, dem Gesang von Symeon, eindringlich auf die jahrhundertealten gemeinsamen Wurzeln von Katholiken und Orthodoxen verwies.

Wer von den deutschen Gästen anschließend beim angekündigten „kleinen Umtrunk“ die in einem deutschen vergleichbaren kirchlichen Kontext gereichten Wein, Wasser und Brot erwartete, kannte die rumänische Gastfreundschaft noch nicht: Ein überbordender Tisch mit köstlichen Speisen wartete auf die Beter nach der Vesper – alles liebevoll mit kleinen Namenstäfelchen beschriftet, auf dass sich der Besuch eine genaue Vorstellung von den rumänischen Spezialitäten machen konnte. Erzbischof Serafim begrüßte in seiner Ansprache die Anwesenden noch einmal auf das Herzlichste und verwies zugleich – passend zum Thema der Renovabis-Pfingstaktion – auf die großen Umweltprobleme in seiner Heimat. Zugleich erwähnte er auch die große Zahl an Rumänen, die in Deutschland und anderen westlichen Ländern leben, und von der rumänischen Metropolie seelsorgerlich betreut werden (sein Grußwort, hier). Geschäftsführer Ingenlath dankte im Namen der deutschen Gäste für das gemeinsame Beten und die große Gastfreundschaft. Renovabis sei dankbar, an diesem Abend an der reichen Tradition der Schöpfungsspiritualität im Osten Europas teilgehabt zu haben und wolle seine Aufgabe als Brückenbauer zum besseren Verständnis der Menschen in Ost und West fortsetzen. Als Gastgeschenk überreichte er eine Ausgabe des Werkes „Zeugen des Glaubens“ sowie viele kleine Samentüten an die Gastgeber.

Alle, die dabei waren, erhielten an diesem Abend einen – kleinen oder großen – Eindruck, was das Wirken des Heiligen Geistes trotz der Trennung der Kirchen bewegen kann.

Dr. Markus Ingenlath

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