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Prälat Prof. h. c. Manfred Wagner ist zum Herrn gegangen

 
Am Tag des Herrn, den 16. September ist nach schwerem Leiden Prälat Prof. h.c. Manfred Wagner (geboren am 3. Dezember 1946) zu Gott gegangen. Er war ein herausragender Theologe, Philanthrop und Initiator des Dialogs zwischen den evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg und den orthodoxen Christen aus Rumänien, Serbien, Weißrussland, Polen und Russland.

Manfred Wagner war jahrzehntelang als lutherischer Pfarrer in Reutlingen, Baden-Württemberg, tätig. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs war er besonders am Dialog zwischen der lutherischen Kirche und den orthodoxen Kirchen beteiligt. Seit 1988 war er im Stuttgarter Hochschulrat als Kirchenrat für europäische und internationale Beziehungen tätig und zwischen 2001 und 2011 war er Leiter der Osteuropa-Partnerschaft der württembergischen Landeskirche. In dieser Funktion initiierte er zahlreiche Hilfsprojekte in den osteuropäischen Ländern, darunter auch Rumänien. Er war einer der Hauptunterstützer der Rumänischen Orthodoxen Metropolie in ihren schwierigen Anfangszeiten sowie beim Aufbau der rumänischen orthodoxen Kathedrale in Nürnberg.

11 Jahre lang war er im Lenkungsausschuss des Stipendienprogramms des evangelischen Diakonischen Werks tätig. wodurch viele orthodoxe Jugendliche finanzielle Unterstützung für die Teilnahme an Kursen der renommiertesten Fakultäten für Theologie in Deutschland erhielten. Einige von ihnenen erwarben dort den Doktortitel in Theologie.

Auf seine Fürsprache hin leisteten die evangelische Kirche und verschiedene philanthropische Institutionen in Deutschland finanzielle Unterstützung für die Entwicklung sozialer Einrichtungen in den orthodoxen Ländern Osteuropas, insbesondere in Serbien und Rumänien. Manfred Wagner wurde im Jahr 2001 von seiner Eminenz Metropolit Casian, dem Erzbischof der Unteren Donau, mit dem Orden des Kreuzes des heiligen Apostels Andreas ausgezeichnet als Anerkennung für die beständige Unterstützung eines Waisenhauses und des theologischen Seminars in Galați.

„Babeș-Bolyai” Universität von Cluj (Klausenburg) verlieh ihm 2010 auf Vorschlag von Dekan Ioan Chirila den Titel „Professor h.c.” für christliche Pädagogik, insbesondere in Anerkennung seines Engagements im Kooperationsprogramm zwischen der Orthodoxen Theologischen Fakultät in Cluj und dem Theologisch-Pädagogischen Institut in Stuttgart.
Er wurde auch von Metropolit Filaret von Minsk von Seiten des Exarchats der russisch-orthodoxen Kirche in Weißrussland (2010) ausgezeichnet. Im Jahr 2017 erhielt er von Patriarch Irinej von Serbien mit dem Orden des Heiligen Sawa die höchste Auszeichnung für die Mithilfe bei Bau und Wiederaufbau vieler Kirchen sowie die Betreuung der Studenten mit Stipendien und für die kontinuierliche Finanzierung eines pastoralen Beratungszentrums in Belgrad. Neben diesen Titeln wurde er zum Kreuzträger der Orthodoxen Kirche in Polen ernannt. Zudem erhielt er die Jan Hus Medaille von der Orthodoxen Kirchein der Tschechei und Slowakei, die Verdienstmedaille der Stadt  Galați sowie weitere Preise und Auszeichnungen.

Im Jahr 2014 initiierte Manfred Wagner zusammen mit Metropolit Serafim und Erzbischof Casian von der Unteren Donau das Entwicklungsprogramm „Galați 2020” mit dem Ziel, lokale Initiativen im Bereich Gesundheit, Tourismus und Handel im Südosten Rumäniens zu fördern. Im Rahmen dieses Programms haben sowohl Vertreter der evangelischen Kirche in Württemberg und der Rumänischen Orthodoxen Kirche als auch Baufachleute für Krankenhäuser, lokale Behörden und Universitätsangestellte begonnen, eine Klinik für krebskranke Kinder in Galați innerhalb der Pädiatrieklinik „St. Johannes” aufzubauen.

In diesen Momenten der Trauer wendet sich Metropolit Serafim mit geistlichen Segensworten an Frau Solveig Wagner, die wundervolle Ehefrau von Prälat Manfred Wagner und betet für die ewige Ruhe dieses tüchtigen Dieners im Reich Gottes. Er bleibe auf ewig unvergessen!

Die Trauerfeier für Prälat Prof. h. c. Manfred Wagner, an der Metropolit Serafim teilnehmen wird, findet am Montag, den 24. September, um 13 Uhr auf dem Friedhof der St. Laurentius Kirche in Schönaich statt.

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