Besuch in der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinden „Mariä Verkündigung“
Der 29. Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei gilt seit Jahrzehnten als zentraler Baustein zur Qualifizierung künftiger Führungskräfte der bayerischen Staatsverwaltung und fördert ausdrücklich ressortübergreifendes, interdisziplinäres Denken. In diesem Kontext besuchte der Lehrgang am 04. Mai 2026 die Rumänisch-Orthodoxe Kirchengemeinde „Mariä Verkündigung“ in München-Fasangarten, deren hölzerne Kirche mit ihrer an die Region Maramureș erinnernden Architektur inzwischen zu einem weithin sichtbaren religiösen und kulturellen Ort geworden ist.
Kirche und Gemeinde in Fasangarten
Die rumänisch-orthodoxe Holzkirche in der Fasangartenstraße wurde als Teil eines größeren Kirchen- und Gemeindezentrums errichtet, das als „Begegnungsraum“ bewusst im Einzugsbereich der Landeshauptstadt München angesiedelt wurde, um Rumäninnen und Rumänen sowie ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammenzuführen. Der markante Holzbau mit seinen Schnitzereien und der an einen „majestätischen Vogel“ erinnernden Silhouette knüpft an die Tradition der Holzkirchen aus der Maramureș an und stiftet zugleich Identität für die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in der bayerischen Metropole.
Austausch mit Vater Alexandru Nan
Im Mittelpunkt des Besuchs stand eine Kirchenführung und ein persönliches Gespräch mit Pfarrer Alexandru, der die Geschichte der Gemeinde, die theologische und liturgische Tradition der Orthodoxie sowie die Entstehung des Kirchenzentrums erläuterte. Dabei wurden sowohl die pastorale Situation der rumänischen Gläubigen in München als auch praktische Fragen des Gemeindelebens, der Integration und der Zusammenarbeit mit kommunalen und staatlichen Stellen angesprochen.
Rolle des Erzbistums und ökumenische Dimension
Vermittelt wurde der Besuch durch Dr. Florian Schuppe aus dem Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising, der im Fachbereich Ökumene für Fragen des interkonfessionellen Austauschs zuständig ist und zugleich die Diözesankommission für Ökumene leitet. Damit wurde deutlich, dass der Besuch auch in eine längerfristige ökumenische Strategie der Erzdiözese eingebettet ist, die das Miteinander der Kirchen in München stärken und neue ökumenische Impulse setzen will.
Bedeutung für die öffentliche Verwaltung in Bayern
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs zeigte der Besuch sehr konkret, welche Rolle Religionsgemeinschaften als Brückenbauer in einer vielfältigen Stadtgesellschaft spielen und welche Erwartungen und Bedarfe dabei an die öffentliche Verwaltung herangetragen werden. Gerade im Lehrgang für Verwaltungsführung, der künftige Spitzenkräfte auf die Bewältigung komplexer Querschnittsaufgaben vorbereitet, tragen solche direkten Kontakte dazu bei, interkulturelle und interreligiöse Kompetenz zu vertiefen und das Verständnis für Kooperationen zwischen Staat, Kommunen und Religionsgemeinschaften in Bayern zu stärken.
Andreas Frölich, OStD,
29. Lehrgang für Verwaltungsführung
Bayerische Staatskanzlei












